Der Sonne hinterher ...

... und der Seele einen riesigen Gefallen erweisen.


Hallo liebe Leserinnen und Leser,

heute bin ich dann mal an der Reihe, ein paar Zeilen zu schreiben. Wie Ihr ja von Bianca schon erfahren durftet, war unser Start etwas holprig aber auch mit sehr schönen Erlebnissen und Eindrücken gespickt.

Am Freitag den 08.03.2019 war unser Tagesziel endlich ein italienischer Ort namens Palú. Palú befindet sich oberhalb Lazise im Hinterland am Gardasee. Dort haben wir uns zum Glück rechtzeitig einen Stellplatz auf einem Weingut gesichert. 10 hervorragende Stellplätze auf einem sehr gepflegtem Anwesen - natürlich alle belegt. ;-)

Auf dem Bild links waren wir noch ziemlich alleine ... noch ;-)

Die Sonne schien, wir waren tatsächlich endlich einmal vor 16 Uhr angekommen und von unserem neuen Stellplatz, an dem wir nun die nächsten Tage verbringen würden, waren wir einfach nur begeistert. Am liebsten hätte ich gleich die Markise ausgerollt. Bianca hat mich aber gebeten, die Sonne nicht gleich wieder auszuschließen und somit musste ich ihrer Argumentation zweifelsohne zustimmen. Also, Klappstühle und -tisch raus und die Sonne genießen - herrrrrlich!!! :-)

Am Samstag den 09.03.2019 hieß es dann gleich zweimal "HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM GEBURTSTAG!!!!!" Bianca und Arthur feierten nun das erste Mal so richtig ihre beiden Geburtstage. Heute unter der Sonne Italiens - logisch, bei zwei Engeln sollte die Sonne in jedem Fall nicht fehlen.

 Nach einem ausgiebigen Frühstück vor (!!!) dem Wohnmobil fuhren wir mit den Rädern nach Lazise. Die 3 km waren natürlich nicht weit, aber 100 Höhenmeter für die Hin- und Rückfahrt fand ich sportlich. In Lazise wartete unser erstes Gelato. Sehr lecker und natürlich sehr viel, so eine Kugel Eis hier in Italien.

                                                      Am Nachmittag durften dann Bianca und Arthur ihre Geschenke
auspacken. Beide waren sehr zufrieden - Bianca über ihr Geschenk und Arthur über das Geschenkpapier. ;-)


Es folgte Sonntag der 10.03.2019. Wieder Sonne, wieder Temperaturen um die 20 Grad und natürlich freuten wir uns schon auf die Eindrücke und Erlebnisse an diesem Tag. Was war geplant? Mit dem Rad nach Sirmione, eine Landzunge im Süden des Gardasees, um uns dort die Grotten des Catull anzuschauen. Natürlich war noch ein entspanntes Sigthseeing der Altstadt von Sirmione geplant und abschließend eine schöne Bootsfahrt zurück nach Lazise. So der Plan.

Die ersten 13 km mit dem Rad waren zwar etwas "hügelig" allerdings mit einer sehr angenehmen Ruhe versehen.  Aber Ruhe und Italien, das funktioniert nicht  immer. Schon gar nicht an einem Sonntag. Und so wurden die folgenden 12 Kilometer doch eher etwas laut und und zeitweise auch landschaftlich nicht soooooo schön. Es reihte sich ein Auto an das andere, ohne dass es für diese ein zügiges Vorankommen gab. Und wir mit Arthur im Anhänger mittendrin - der schlief glücklicher Weise.

In Sirmione angekommen, ging es nun zu Fuß weiter. Also die Räder abgestellt und den Anhänger zum Kinderwagen verwandelt. Menschen über Menschen. Ja es war voll und die Altstadt klein. Aber da wollten wir ja erstmal gar nicht hin. Also Augen zu und durch, auf zu den Grotten.

Es war 14.04 Uhr und wir standen doch tatsächlich vor einem verschlossenen Kassenhäuschen!!!! Warum? Weil hier in Italien sich anscheinend die Besucher alle lieber unter der Woche die Grotten anschauen bzw. am Sonntag nur mal kurz vorbei kommen. Letzter Einlass war um 13.15 Uhr, für uns eindeutig zu früh :-(

Nun gut, wir nutzen die Gunst der Stunde, es war ja schließlich schon längst Mittagszeit und gönnten uns eine leckere Pizza am Hafen. Arthur hat zwar sein eigenes warmes Essen, ist aber von unserer Pizza viel mehr angetan, so dass wir uns diese dann sogar zu dritt geteilt haben. Zum Glück, so passte bei Bianca und bei mir noch eine riese Kugel Gelato rein ;-)

 Nun aber schnell zu den Rädern und weiter zum Schiff, um in der Sonne sitzend schaukelnd Lazise zu erreichen. Dann noch 3 km bergauf nach Palú und der Tag fände noch ein schönes Ende. Jetzt würde irgendein Regisseur wahrscheinlich seinen Einspruch erheben - "Stop!!! Viel zu einfach, viel zu flüssig. Das müssen wir irgendwie anders gestalten!!!" Und so kam es. Das Schiff fuhr nämlich noch nicht. Die freundliche Dame von der Touri-Info gab uns auch gleich die Fahrpläne - ab Montag den 11.03.2019. Wir waren also einen Tag zu früh dran. Die Begeisterung, die ich dann an Biancas Reaktion ablesen konnte, war sehr interessant. Sie schimpfte und stampfte und war nun überhaupt nicht mehr froh. "Ich will aber mit dem Schiff zurückfahren!!!!" - Ich musste sie leider davon in Kenntnis setzen, dass wir dann nochmal 25 km mit dem Fahrrad zurückfahren werden müssen. Sie schimpfte weiter und ja sie stampfte auch weiter ;-)

Wein und Salami vom Weingut vor Ort
Am Abend saßen wir nach einer schönen Dusche, einem gutem Essen - Bianca hat wieder hervorragend gekocht - und einem leckeren Glas Wein, trotz allem doch eher zufrieden und geschafft und mit der ersten sonnenverursachten Farbe im Gesicht in unserem Wohnmobil und ließen den Tag Revue passieren. Was ist uns aufgefallen? Ich war wohl der Einzige mit kurzen Hosen in Sirmione. 80% der Leute, die wir in Sirmione gesehen haben, trugen schwarze oder dunkelblaue Daunenjacken. Was einem alles so auffällt ...

Morgen, am 11.03.2019 geht es dann weiter ins italienische Land. Wir werden das sehr schöne Fleckchen Erde in Palú verlassen und starten dann auf zu einer Herzensangelegenheit eines jeden stolzen Italieners - auf nach Maranello zu den schönen, schnellen und teuren Autos von Ferrari :-)

Morgen geht´s an dieser Stelle weiter ...

liebe Grüße
Euer René ;-)

Kommentare

  1. Es ist köstlich euer Reisetagebuch zu lesen. Ihr habt uns schon einige Lachfalten ins Gesicht gezaubert!

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  2. Ich lese auch! Euch noch viel Spass. Und wenn ihr wieder da seid, möchte ich sehen, wie du mit dem Fuß aufstampfst! ;-)

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